Eine tolle Satay-Sauce – in Restaurants leider häufig zusammengepanscht, häufig mit Erdnussbutter. Die hat hierin aber mal gar nichts verloren. Gute Satay-Sauce hat frische, geröstete Erdnüsse, Struktur und etwas Biss.
Ich kenne drei verschiedene Arten an Satay-Saucen: Indonesische, malayische und die in Restaurants im Westen.
Ich persönlich mag malayische Satay, bzw. Sate (malayisch), etwas lieber als indonesische, aber das ist Geschmackssache.
Ich habe leider noch nie in einem Restaurant in Europa gescheite Satay-Sauce gefunden und daher aufgehört es zu bestellen. Auch in vielen Rezepten online findet man immer wieder Erdnussbutter, sogar auf BBC Good Food… 🙁
Erdnussbutter schmeckt mir persönlich ohnehin nicht und gehört keinesfalls in Satay-Sauce. Frisch geröstete und zerstampfte Ernüsse geben Aroma und eine tolle Struktur. Falls ihr Satay-Sauce aus frischen Erdnüssen zu ersten Mal zubereitet: das Ergebnis ist keine dünnflüssige Sauce, sondern eher klebrig/fest.
Wenn ihr Freunde beim Grillen mit etwas Besonderem überraschen wollt, liegt ihr hiermit und dem dazu passenden Rezept für Hähnchen-Satay genau richtig. Außer euer Freundeskreis besteht aus lauter Allergikern oder Vegetariern (wobei, die Sauce können Letztere essen) :-).
Die Menge
Ich verwende ja immer möglichst authentische Originalrezepte. Was dabei oft etwas schwierig ist, ist einzuschätzen welche Menge man zubereitet. Es muss ja auch den Aufwand rechtfertigen. In der Vergangenheit habe ich dann schon öfters die Mengen verdoppelt, um dann danach festzustellen, dass ich viel zu viel gemacht hatte. Bei dem Rezept war ich dann doch etwas unsicher, da es um 2 kg Erdnüsse bat. Für eine Sauce….
Das war ganz klar ausgeschlossen. Meine Frau meinte aber, ich solle nicht zu stark reduzieren und trotzdem die Hälfte zubereiten. Mit dem Ergebnis, dass jetzt ich ein ganzes Gefrierfach voll mit Sataysauce habe. Also, wenn ihr Satay jeden Abend esst, schraubt ruhig mal die Mengen wieder hoch. Ansonsten macht mal lieber die Menge unten auf Basis von 250 g Erdnüssen, oder für eine große Grillparty auch 500 g.
Warum sollte jemand überhaupt die Sauce mit 2 Kilo Erdnüssen machen? Ein Restaurant…, mit etwas Nachdenken eigentlich klar, dass deren Mengen dann doch etwas größer sind als der Bedarf für daheim.
Der Autor des von mir verwendeten Rezepts hat ein Restaurant in Kuala Lumpur für Kampung-Küche (kampung heißt Dorf, also einfache, ländliche Küche).
Die Zutaten
Oft findet man in Rezepten den Hinweis, Galgant durch Ingwer zu ersetzen. Klar, kann man machen, ist dann halt nicht mehr das Original. Zumindest in großen Städten erhält man Galgant in den meisten asiatischen Geschäften. Es schmeckt schon deutlich anders, ich empfehle das Original. Dann kann man auch direkt die restlichen Zutaten kaufen.
Bei den Chilis sehe ich das weniger kritisch. Da kann man auch (wie auch im Originalrezept angegeben), getrocknete Chilis einweichen und verwenden. Das müssen auch keine Birds Eye Chilis sein. Aber rote sollten es schon sein, keine grünen Chilis.
Bei Zitronengras erhält man bei mir in Indien häufig nur die grünen Blätter, für dieses Rezept sollen aber die Stengel verwendet werden. Bitte kein getrocknetes Zitronengras verwenden, das verliert das ganze Aroma.
Anstatt Palmzucker kann man auch braunen Zucker verwenden. Aber dann bitte etwas weniger, da er süßer schmeckt als Palmzucker.
Authentische malayische Erdnusssauce für Chicken Satay – Kuah Kacang
Zutaten
Für die Gewürzpaste
- 250 g Erdnüsse
- ½ Zwiebel
- ½ Stengel Zitronengras
- 1 Knoblauchzehe gehackt
- ½ cm Galgantknolle gerieben
- 1 rote Birds Eye Chili
- 1 EL Öl
Für die Sauce
- 15 ml Tamarindenextrakt
- 250 ml Wasser
- 60 g Palmzucker
- Salz zum Abschmecken
Anleitungen
Die Gewürzpaste
- Röste die Erdnüsse und entferne gegebenenfalls anschließend die Haut.
- Mahle die Erdnüsse grob und stelle sie bei Seite.
- Schäle und reibe die Galgantwurzel mit einer Gemüsereibe. Gebe sie nicht einfach so in den Mixer, sie ist für Mixer zu hart.
- Hacke die Zwiebel, Knoblauch und das Zitronengras in grobe Stücke.
- Gebe die geriebene Galgantwurzel, Zwiebel, Chilis (ohne Samen), Knoblauch und Zitronengras in einen Mixer und mixe alles.
- Brate nun diese Mischung in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze in Öl an, bis sich alles miteinander verbunden hat.
- Gebe nun Wasser, den Palmzucker, das Tamarinenextrakt und die gemahlenen Erdnüsse hinzu und rühre alles gut um.
- Lass es in der Pfanne bei niedriger Hitze unter Rühren köcheln, bis die Nüsse weich geworden sind und die Sauce andickt.
- Schmecke die Sauce mit Salz ab.
Lass mir doch bitte noch eine Bewertung da 🙂:
Hier noch die Originalquelle des Rezepts von Dato’ Ismail Ahmad. Mit viel Liebe nachgekocht auf From zero to curry.

