Galettes sind sehr leckere, herzhaft belegte Crêpes aus Buchweizenmehl. Hier findet ihr ein authentisches Originalrezept für Galettes aus der Bretagne.
Das erste Mal (und danach sehr sehr oft!) habe ich Galettes in der Mittagspause gegessen. In der Nähe meiner Arbeit gab es leider wenige gute Orte um zu Mittag zu essen, aber dieser kleine Imbiss stach heraus. Geniale Galettes, tolle Eintöpfe und hervorragender Kaffee. Leider gibt es diesen Imbiss inzwischen nicht mehr.
Tatsächlich bekommt man aber sogar in Mumbai gute Galettes wenn man möchte, im Café Suzette.
Wem Mumbai oder die Bretagne zu weit sind, kann sie aber mit diesem Originalrezept für Galettes aus der Bretagne gerne selber machen! Sie sind eigentlich gar nicht so schwer zu machen. Auch wenn man nicht gerade eine authentische Galetière (Galettepfanne) zu Hause hat. Es sei denn man stellt sich so blöde an, wie ich. Dazu später mehr…
Galette-Varianten
Die bekannteste Variante der Galettes ist die Galette complète mit Kochschinken, geriebenem Käse und einem Spiegelei obendrauf.
Andere Varianten, die mir schon begegnet sind: gefüllt mit Ziegenkäse und Feigen (-marmelade); oder mit Ziegenkäse, Honig und gerösteten Walnüssen oder mit geräucherter Entenbrust und Camembert.
Letztlich kann man sie natürlich füllen worauf man gerade Lust hat, mit Spinat oder Pilzen sind sie zum Beispiel sehr lecker. Suzette in Mumbai hat einige Rezepte mit Hähnchenbrust. Lediglich die Galette complète ist ein bretonisches Originalrezept, der Rest nicht wirklich sondern in der Regel Kreationen von Einzelpersonen oder Restaurants, aber lecker sind sie trotzdem!
Hier findet ihr noch mehr Pfannkuchenvariationen rund um die Welt.
Was ich alles falsch gemacht habe und ihr vermeiden solltet
Ich habe in der Vergangenheit schon ein paar Mal Galette gemacht und hatte nicht ein einziges Mal Probleme damit. Bis ich sie für diesen Blog machen wollte. Gut, die letzten Male waren in Deutschland und nicht in Indien, aber das hat nichts damit zu tun!
Zunächst: achtet darauf, das Mehl von geschältem Buchweizen zu kaufen, ich habe mich leider vergriffen… In Indien ist das ungeschälte Mehl das gängige. Das wusste ich nicht und hatte beim Kauf nicht darauf geachtet. Die Galette waren so dunkel, als hätte ich den Teig mit Teer angerührt. Sie waren geschmacklich ok, aber nicht wirklich der Brüller.



Als ich dann das helle Mehl besorgt hatte (im Internet), war ich dann wohl etwas ungeduldig. Erstens habe ich dem Teig wohl nicht genug Teigruhe gegönnt. Ich wusste, dass er einige Stunden ruhen musste, aber besser ist wohl ein ganzer Tag (schreiben zumindest mehrere andere Blogger). Meine 4 Stunden haben dem Teig nicht gereicht 😣. Außerdem war ich zu ungeduldig, die Galettes umzudrehen.
Um das Ganze noch zu toppen, war durch den fehlgeschlagenen ersten Versuch mit dem dunklen Mehl und der Wartezeit, bis ich das richtige Mehl gekauft hatte, der Schinken schlecht geworden. Meine Galette complète war dadurch eine Galette incomplète. Aber nach 4 Fehlversuchen hatte ich dann keine Lust mehr auf weitere und es hat auch ohne Schinken gut geschmeckt. Vielleicht mache ich sie demnächst noch einmal richtig, ich hab noch Mehl über und wir essen Galettes eigentlich sehr gerne.
Galettes – herzhafte Buchweizen-Crêpes aus der Bretagne
Equipment
- Winkelpalette (optional)
Zutaten
- 250 g Buchweizenmehl
- 50g Weizenmehl Typ 405
- 1 Ei
- 1 große Prise Salz
- 550 ml Wasser
- Butterschmalz
Anleitungen
- Gebt das Buchweizenmehl, Weizenmehl, das Ei und eine gute Prise Salz in eine Rührschüssel.
- Messt das Wasser vorher ab und gebt es langsam hinzu, während ihr mit dem Handrührer den Teig schön glatt rührt.
- Lasst den Teig nun im Kühlschrank ruhen, am Besten über Nacht. Ich hatte versucht, bereits nach 4 Stunden die Galette zu braten, das hat nicht sonderlich gut funktioniert.
- Gebt eventuell noch etwas Wasser hinzu. Der Teig dickt durch die Ruhe etwas nach. Er sollte schon und leicht von der Kelle laufen, wie normaler Pfannkuchenteig.
- Gebt nun Fett in eine Pfanne, ich bevorzuge Butterschmalz.
- Gebt nun eine Schöpfkelle Teig in die Pfanne und bratet die Galettes, bis sie eine schöne Farbe haben. Etwas knusprig dürfen sie sein, nicht so weich wie Crêpe.
- Dreht eure Galette um, gebt die Zutaten auf die Galette drauf und bratet sie fertig.
- Nun gebt ihr die Galette auf einen Teller und schlagt die 4 Seiten etwas ein. Einfacher geht es, wenn ihr eine Winkelpalette habt und kurz den Teig eindrückt bevor ihr die Seite einschlagt.
Lass mir doch bitte noch eine Bewertung da 🙂:
Quelle des Rezepts: https://www.lacuisinedelilimarti.com/article-en-bonne-bretonne-je-ne-pouvais-echapper-a-la-chandeleur-66534582.html
Mit viel Liebe (und diesmal sehr viel Schweiß) nachgekocht auf From zero to curry.

